Archiv der Kategorie ‘Wissen‘

Fotografieren in der Medienpädagogik

Dienstag, den 7. September 2010

Das Medium Foto und seine Herstellung sind ein guter Ansatz auch in der Medienpädagogik mit Kindern und Jugendlichen. Heute besitzen fast alle Jugendlichen Handys mit eingebauter Kamera. Deshalb ist es einfach diese zu motivieren, aus ihrem persönlichen Umfeld Aufnahmen zu vorgegebenen Themen mit zu bringen.
Der weitere Umgang mit diesen Fotos kann über die Gestaltung von Bildcollagen aber auch durch die Weiterverarbeitung in sogenannten Fotobüchern ein vorzeigbares Ergebnis erreichen. Bei der Erstellung eigener  Fotobücher spielt allerdings auch der gewohnte Umgang mit entsprechenden Softwareprogrammen am Computer eine grundlegende Rolle. Vielfach können die Fotos durch eigene Texte oder auch Texte anderer Autoren ergänzt werden, so dass die Kombination von Bild und Text ein besonderes Produkt hervorbringt.

Der Fotoroman und seine Entstehungsschritte

Eine ebenso gute Idee ist es, mit einer Gruppe von Kindern oder Jugendlichen eine Art Fotoroman zu erstellen. Hier geht es zunächst darum in kreativer Gruppenarbeit ein Plot zu erstellen, das heißt ein gutes Grundgerüst für eine Geschichte zu entwerfen.
In einem zweiten Schritt müssen Entscheidungen über die Darsteller und die jeweiligen Szenenorte getroffen werden. Auch die Beschaffung von Requisiten spielt eine wichtige Rolle.
Dann geht es um das eigentliche Fotografieren der möglichst aussagekräftigen Motive, auf denen nicht einfach nur die Protagonisten abgebildet sein sollten. In diesen Fotos muss eine bestimmte Interaktion zum Ausdruck kommen.
Anschließend müssen die Fotos nachbearbeitet werden und mit den vorgesehenen Sprechtexten in Sprechblasen versehen werden. Auch Kommentarfelder für die jeweilige Szene müssen in die Bilder eingefügt werden. In der Gruppe sollten die bearbeiteten Bilder dann besprochen und die besten für den Fotoroman ausgewählt werden.
Dann können die Einzelelemente wie eine Fotocollage oder auch in Form eines gebundenen Buches zusammengefügt werden. Hierbei bietet sich die Online Erstellung eines Fotobuches besonders an, weil es im Anschluss für alle Teilnehmer ein persönliches Exemplar geben kann. Oder internetaffin wie die Grillratte im Netz.

Vielfältige Talente kommen hier zum Einsatz

Auf diese Weise haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit eine selbsterdachte Geschichte zu erzählen sie darzustellen und anderen zu präsentieren. So werden viele kreative Bereiche wie die der Textformulierung, der schauspielerischen Darstellung, der Ausgestaltung des Spielortes mit Requisiten, der Kunst der fotografischen Darstellung und der Umsetzung des Gesamtwerkes am Computer angesprochen.
Ein gutes medienpädagogisches Gesamtkonzept, bei dem alle Teilnehmer ihren eigenen Neigungen folgen und trotzdem neues ausprobieren können.

Thesenpapier zum Thema Wahrnehmung

Mittwoch, den 6. Mai 2009

Definition Wahrnehmung:
Wahrnehmung ist die Funktion, die es dem Organismus mit Hilfe seiner Sinnesorgane ermöglicht, Informationen aus der Innen- und Außenwelt aufzunehmen und zu verarbeiten. Die Wahrnehmung steht unter dem Einfluss von Gedächtnis, Denken, Gefühlen und Erwartungen.

Wozu braucht man Wahrnehmung?
Die Wahrnehmung brauchen wir als Vermittlungsmedium zwischen Umwelt und Person.

Prozesse der Wahrnehmung

Schwellen der Wahrnehmung:

Der Mensch kann nicht alles wahrnehmen, sondern nur einen bestimmten Bereich (z.B. Licht: 0,7-0,4µ, Schallwellen: 16-20 000 HZ)

Optik

Seelenblindheit (optische Agnosie): Die Umwelt wird zwar gesehen, aber man kann sie nicht erkennen und identifizieren.

Farbensehen ist gebunden an der Aktivität der 3 Zapfen, diese sprechen auf die Grundfarben rot, grün und blau an.

Gestaltgesetze

  • Figur und Grund (Becher + Malteser Kreuz):

Wichtiges wird als Figur hervorgehoben, unwichtiges tritt in den Hintergrund.

  • Gute Gestalt (zwei Quadrate):

Wir neigen dazu Reize zu möglichst einfachen Figuren zu vereinigen.

  • Gesetz der Ähnlichkeit/Gesetz der Nähe (Buchstabenreihe):
  • Tendenz zur Geschlossenheit (Kreis):

Wir neigen dazu unvollendete Gestalten als geschlossen wahrzunehmen.

  • Gesetz der Kontinuität (Schlangenlinie):

Betrachten Einzelelemente als zusammengehörig, wenn sie die Fortsetzung der vorausgegangenen Reize zu sein scheinen.

Wahrnehmungstäuschung

Anhand von Folien

Beeinflussung durch Lernvorgänge

  • Geschichte von Tunbull (Wellhöfer S. 70)
  • Größen und Farbkonstanz:

Wir erleben einen Menschen in 6 m Entfernung genauso groß, wie in 2 m Entfernung.

Motivationslage und Wahrnehmung

Experiment von Bruner und Goodman (Wellhöfer S 71/72)

Hören

  • Auch hier werden die Gestaltgesetze angewandt.
  • Sprache wird über das Hören erlernt.
  • Verbindung von Sehen und Hören
  • Seelentaubheit (akustische Agnosie): Das gehörte kann nicht erkannt und psychisch eingeordnet werden.

Wahrnehmung der Körper im Raum

  • Wahrnehmungsorgane befinden sich u.a. auch im Ohr (Gleichgewichtssinn).
  • Der Körper verfügt über Organe, die uns zeigen, ob wir sitzen, liegen oder stehen.
  • Kinästhetische Rezeptorensystem (Muskeln und Bindegewebe): Informiert uns über Spannung und Dehnung von Muskelgruppen und zeigt auch bei geschlossenen Augen, wie wir uns bewegen.

Geschmacks und Geruchssinn

  • Geschmackssinne (Zungengraphik): bitter, süß, salzig, sauer
  • Geruchsempfinden verfeinert Geschmacksempfinden
  • „Das Auge isst mit“
  • Alle Sinnesorgane sind miteinander verbunden.

Hautsinne

  • Die Haut hat Rezeptorensysteme, die uns Temperatur-, Druck- und Schmerzempfinden vermitteln.
  • Die Hautsinne sind auch bei den Lernerfahrungen der Kinder wichtig, damit diese Dinge „begreifen“ können.
  • Experiment zu Druck

Außersinnliche Wahrnehmung

  • Keine Sinnesorgane
  • Die wichtigsten Hauptgebiete sind Telepathie, Hellsehen, Präkognition und Psychokinese.

Objektive und Subjektive Wahrnehmung

  • Objektive Wahrnehmung basiert auf Fakten.
  • Subjektive Wahrnehmung basiert auf unseren Empfindungen.

9 Punkte System

Quellen:
Dtv Atlas zur Psychologie; Band 1; dtv-Verlag München 1996; 5. Auflage
Fachlexikon der Sozialen Arbeit; deutscher Verein für öffentliche nd private Fürsorge; Hamburg 2001
Gregory, Richard: Aurge und Gehirn; rororo Verlag Hanburg 2001
Wellhöfer, Peter R.; Grundstudium allgemeine Psychologie; Enke Verlag Stuttgart 1990; 2. Auflage
http://www.regiosurf.net/supplement/wahrn/wahrnh.htm

Autoren:

Von Sabine Schäfer und Janina Köck
SS 2002
Fach: Einführung in die Psychologie
Prof. Schulte-Cloos
16. April 2002